In der Mitte Europas, im Herzen Mitteleuropas, am Schnittpunkt von Völkern und Kulturen liegt die Euroregion Ister-Granum. Diese malerische Landschaft, wo sich drei Flüsse treffen, Donau, Hron und Ipoly, ist das Land der Könige, Wissenschaftler und Künstler. 

Die Natur und die Geschichte haben ein unwiderstehliches Kulturgebiet geformt. Seit am 11. Oktober 2001 die Maria-Valéria-Brücke neu gebaut wurde, hält dieses Kulturgebiet seine Sehenswürdigkeiten wieder vollständig für seine Gäste bereit. Die Euroregion Ister-Granum, benannt nach Donau und Hron, bietet Gelegenheit für ‚grenzenlose‘ Erholung.

Nach vielen Jahrtausenden hat die Natur die heutige Euroregion einmalig angelegt. Das Donauknie ist von Bergen vulkanischen Ursprungs umgeben. 

 

Richtung Westen wandeln sich die Berge in sanfte Hügel und schmiegen sich in den Donauraum ein. Neben den acht Länder durchfließenden Strom bringen auch plätschernde Bäche, malerische Seen und Moore Abwechslung in die Landschaft. 

 

Mehr als ein Drittel des Gebietes der Euroregion steht unter Naturschutz. Die Touristen können Fauna und Flora der Tati-Inseln bewundern. Auf Lehr- und Wanderwegen können Interessierte die malerische Landschaft erwandern. 

 

Während des ganzen Jahres erwarten ausgebildete Fachleute die Besucher des Duna-Ipoly-Nationalparks.

Das Weingebiet des Erzbischofs von Esztergom hatte schon immer einen guten Ruf. Der zur Zeit in Erneuerung befindliche Weinweg wird das ungarische Ászár-Neszmély-Weingebiet mit dem slowakischen Stúrovo- und Kür-Weingebiet verbinden. 

 

Schon heute warten die Weinkeller auf die Besucher und bieten ausgezeichnete Weine an, zum Beispiel in Hegyközség auf dem Gerecse, im Weinkeller Gimenkö-Vin in Kesztölc, im Ulmann-Schloß in Bela, das zur Zeit renoviert wird, in Kéménd, Muzsla, Szögyén und Kürt. Die Spezialität dieses Ortes sind im Ofen gebackene Fladen.

Die gesamte Region ist reich an Mineralien, Thermalquellen mit hoher Temperatur, manchmal über 70 Grad Celsius. Das Bad Vadas in Stúrovo besuchen mehr als 200.000 Gäste jährlich. Die Bäder in Visegrád-Lepence und in Memence haben ebenfalls eine bezaubernde Lage. Das Badeangebot wird ab 2005 um das Esztergomer Erlebnisbad erweitert.

Die Euroregion Ister-Granum liegt an der ungarisch-slowakischen Grenze. Das Gebiet ist mehr als 2.000 km2 groß und seine Bevölkerung zählt etwa 200.000 Menschen. Die Region bildet eine natürliche geografische Einheit. Die Hron und die Ipoly münden hier in den zweitgrößten Fluss Europas, die Donau. Der höchste Punkt ist mit 938 Metern der Csóványos.

 

Die an Höhlen reichen Gebirge von Gerecse und Pilis locken viele Amateurhöhlenforscher an. Der Höhlenkletterverein Benedek Endre hilft den Interessenten, diese wunderbare unterirdische Welt kennenzulernen. Flüsse und zahlreiche Angelseen warten auf Angler, und die wildreichen Wälder das ganze Jahr über auf die Jäger. Das Reiten wird immer beliebter in der Region. Es gibt überall Möglichkeiten für Geländeritte und in Pilismaróth werden sogar internationale Hindernisrennen organisiert.

Im Winter steht in Dobogókö eine der längsten Skipisten Ungarns zur Verfügung.

Im Gebiet der Euroregion führt auf beiden Seiten der Donau ein internationaler Fahrradweg entlang. Für Mountainbiker gibt es im Pilis-Gebirge Bergwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Die Donau und die Hron sind für Wassersport sehr gut geeignet. Neben Rafting ist eine hervorragende Infrastruktur für Yachttourismus und Ausflugsschiffe vorhanden.

Das Gebiet der Euroregion Ister-Granum ist seit der Urzeit bevölkert. Die Geschichte hat ihre Spuren ebenso vielfältig hinterlassen wie die Natur. Aus der Römerzeit sowie aus dem Mittelalter sind bedeutende Gebäude vorhanden. Die Burg des Árpád-Hauses ist eines der ältesten Baudenkmäler Ungarns. Hier steht die größte Kirche Mitteleuropas. Die Region verwahrt die Chronik der Könige. Außerdem gibt es mittelalterliche Wissenschaftler, Künstler, Erzbischöfe, Kreuzritter. Fast zwei Dutzend Schlösser und Kurien zeugen vom ehemaligen Reichtum dieses Gebietes.

Die Region war das Herz des mittelalterlichen Ungarn. In Esztergom ist der Heilige Stephan geboren und getauft, hat dort geheiratet und regiert. Wie es die Tradition verlangte, wurde er in Bény zum Ritter geschlagen.

Im 14. und 15. Jahrhundert war Visegrád das administrative und kulturelle Zentrum des Landes.


Die größte kirchliche Sammlung Mitteleuropas bietet ein unvergessliches Erlebnis für die Besucher. Die Schätze der Erzbischöflichen Schatzkammer und des Christlichen Museums in Esztergom erinnern uns an den Glanz der ehemaligen erzpriesterlichen Residenz. In diesem Gebiet wurde der einzige ungarische Orden gegründet, der Paulaner-Orden.

Zu Beginn der Sommersaison finden in der Region zahlreiche Veranstaltungen, Festivals und Feiern von mittelalterlichen Ritterkämpfen statt, bis hin zu einem Wasserkarneval im Mai.
Hunderttausende besuchen in dieser Zeit die Region.

Außerdem gibt es viel Gelegenheit, folkloristisches Brauchtum zu erleben, aber auch die vielen handwerklichen Künste zu entdecken.